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Sprachmodell oder Risikomodell
Warum Textverständnis und Risikoabschätzung zwei verschiedene Dinge sind – und wie die Visualisierung sie auseinanderhält.
Zwei Aufgaben, ein Begriff
Sprachmodelle fassen Texte zusammen, übersetzen, gliedern. Risikomodelle schätzen, wie sich Portfolien unter verschiedenen Annahmen verhalten. Wer beide unter „KI“ subsumiert, verwechselt eine Textoperation mit einer Risikoabschätzung.
Wo Sprachmodelle helfen
Bei der Lektüre langer Anlageberichte können Sprachmodelle Zeit sparen. Sie ziehen Kernaussagen zusammen und gliedern Dokumente. Die Zusammenfassung bleibt aber eine Lesart des Textes, keine Prüfung der Zahlen darin.
Wo sie nicht helfen
Eine Anlageentscheidung hängt an Parametern, die ein Sprachmodell nicht selbst schätzt: Eintrittswahrscheinlichkeiten, Korrelationen, Regimewechsel. Hier braucht es ein Risikomodell – und eine Visualisierung, die die Pfade nebeneinander setzt.
Trennung im Bild
Die Szenario-Grafik hält beide Ebenen auseinander: Textzusammenfassung oben, drei Modellpfade darunter. So bleibt erkennbar, was ein Sprachmodell liefert und was ein Risikomodell beiträgt.